Das Bienenjahr – Juli

Im Juli endet mit der Lindenblüte die letzte Massentracht, der Mittelwände werden kaum noch ausgebaut und der Schwarmtrieb ist erloschen. Die Bienenvölker bereiten sich auf den Winter und sind auf die Unterstützung der Imkerin / des Imkers angewiesen. Jetzt wird mit der Spätsommerpflege der Grundstein für das nächste Jahr gelegt! Zu beachten ist, dass Jungvölker noch wachsen, während die Wirtschaftsvölker ihren Zenit schon überschritten haben.

Die Jungvölker wurden schon bei der Erstellung gegen die Varroa-Milbe behandelt und benötigen jetzt einen kontinuierlichen Futterstrom, um weiter zu bauen und das Brutnest zu vergrößern. Dabei sollten die Fluglöcher klein gehalten werden, um Räuberei zu vermeiden.

Bei den Wirtschaftsvölkern wird geprüft, mit welcher Königin sie in das nächste Jahr gehen sollen. Ist die Königin zu alt, steigt die Gefahr von Winterverlusten! Das Zusetzen einer jungen Königin erfolgt am sichersten mit einem Jungvolk.

Nach dem letzten Abschleudern wird der Wintersitz eingerichtet. Im Brutraum sollten keine Mittelwände verbleiben, sondern nur schon einmal bebrütete helle Waben. Die ausgeschnittenen Baurahmen werden an äußerster Stelle eingehängt.

Üblicherweise werden die Völker nach der Entnahme des Honigs gegen die Varroa behandelt. Die Schubladen werden 3 Tage in den hohen Unterboden eingeschoben und anschließend untersucht. Bei weniger als 10 abgefallenen Milben pro Tag kann jetzt auf eine Behandlung verzichtet werden. Die Prüfung muss aber nach der Auffütterung wiederholt werde!  Der Verdunster mit Ameisensäure wird in den jetzt leeren Honigraum platziert.

Anschließend werden die Völker je nach Volksstärke mit 14 bis 20 kg eingefüttert. Dabei ist der Wasseranteil (meistens 25%) im Fertigfutter zu beachten.

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