Das Bienenjahr – August

Im August neigt sich das Bienenjahr dem Ende zu. In vielen Regionen sind die Trachtquellen weitgehend versiegt. Die Imker beginnen mit der Spätsommerpflege. Aus den Honigräumen werden die Honigwaben entnommen und umgehend ausgeschleudert. In den jetzt leeren Honigräumen erhalten die Völker eine Futtergabe von ca. 5 kg. Diese erste Fütterung ist notwendig, damit die Königin weiterhin in Eilage bleibt. Um Räuberei zu vermeiden, sind die Fluglöcher zu verkleinern. Letztendlich sollen starke Völker eingewintert werden!

Neben den wichtigen Faktoren wie Futterversorgung, Volksstärke und Alter der Königin ist die Varroabelastung der Winterbienen der entscheidende Faktor. Die Winterbienen müssen gesund, vital und wenig parasitiert sein. Dabei ist es egal, ob die altbewährten Ameisensäurekonzepte oder die neuen biotechnischen Methoden, wie der totalen Brutentnahme oder dem Käfigen der Königin, angewendet werden, um der Milbe auf den Leib zu rücken. Keinesfalls darf man sich von einem niedrigen Befall der Nachbarstände täuschen lassen. Der Befallsgrad verschiedener Stände in einer Region kann sich sehr stark unterscheiden!

Jetzt muss abhängig vom gewählten Verfahren der Befallsbestimmung und vom Befallsgrad reagiert werden. Für die Schadschwellenbestimmung gelten als grobe Anhaltswerte für die Monate Juli/August/September: <5/10/15 Milben pro Tag – Volk vorerst nicht belastet. <5-25/10-25/15-25Milben pro Tag – Behandlung in nächster Zeit erforderlich Milben. Über 25 Milben ist zu jeder Zeit die Schadschwelle überschritten und eine sofortige Behandlung notwendig!

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