Das Bienenjahr – September

Im September steht nach der Einfütterung die zweite Behandlung mit Ameisensäure an. Die erste Sommerbehandlung erfolgte sofort nach der Honigernte. Ausschlag gebend ist die sorgfältige Befallskontrolle mit Zählung der gefallenen Milben auf der Bodeneinlage. Eine Behandlung ist dringend notwendig, wenn im September der natürliche Milbenfall über 5 Milben pro Tag liegt.

Eine andere Vorgehensweise zur Ermittlung des Befallsgrades ist die Puderzucker-Methode. 500 Bienen werden in Puderzucker gewälzt und anschließend ausgesiebt. Im September ist ein Volk vorerst ungefährdet, wenn weniger als 15 Milben gefunden werden. Ab 25 Milben ist die Schadschwelle überschritten und eine Behandlung ist unverzüglich durchzuführen.

Letztendlich ist der Behandlungserfolg mit dem Ziel, im Oktober und November einen Milbentotenfall von weniger als 0,5 Milben zu erreichen, von entscheidender Bedeutung für das Überleben der Völker. Gerade der Einsatz von Ameisensäure bewirkt eine erfolgreiche Reduktion der Milbenpopulation und sichert die Gesunderhaltung der schlüpfenden Winterbienen.

Die Handhabung der Verdunster  und die Einstellung der Verdunstungsmenge über die Dochtgröße erfordert Geduld und Fingerspitzengefühl.

Beim Umgang mit Säuren sollten elementare Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden. Das sind: Die Verwendung einer gebrauchsfertigen  Lösung, das Tragen von Schutzkleidung, Schutzhandschuhen und Schutzbrille. Auch sollte Wasser bereitstehen, um Säurespritzer sofort abwaschen zu können.

Neben der Ameisensäure sind noch weitere Medikamente zugelassen. Allerdings steigt bei mehrjähriger Verwendung chemischer Mittel das Risiko der Bildung von Resistenzen.

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