Das Bienenjahr – Oktober   

Im Oktober wird es ruhig am Bienenstand. Die Einfütterung und auch die  2. Varroa-Behandlung sind abgeschlossen.

Wohl dem Imker, der sich vor der Einfütterung einige Gedanken über das Winterfutter gemacht hatte.

An gutem Futter und guten Königinnen soll der Imker nicht sparen. Fertigfuttersirup in Eimern auf der Basis von Rohr- bzw. Rübenzucker  hat sich seit langer Zeit bewährt. Der Futtersirup in Kanistern auf Stärkebasis ist zwar billiger, aber den Bienen häufig nicht so zuträglich. Haushaltszucker auflösen ist wegen des höheren Arbeitsaufwandes nicht mehr üblich.

Im Imkereifachhandel gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Futtergeschirre; sie sind überflüssig, da das Futter im Eimer in den leeren Honigraum eingestellt wird. Um den Bienen den Aufstieg zu erleichtern, wird das Futtergefäß mit Kontakt zur Beutenwand eingestellt.

Um die Bienen vor dem Ertrinken zu bewahren, wird die Sirup-Oberfläche  mit Korken abgedeckt. Die erforderliche Futtermenge hängt von den Gegebenheiten am Standort ab.

Im milden Klima der Kölner Bucht erhalten 1-zargige Völker 14 kg und 2-zargige Völker mindestens 20 kg Futtersirup. Im Volk belassener Blütenhonig fördert die Brutaufzucht im Frühjahr.

Demnächst steht die Oxalsäure-Behandlung an. Die dafür einzusetzende 3,5-prozentige Oxalsäuredihydrat-Lösung sollte rechtzeitig bestellt werden. Gemäß Beipackzettel wird der gebrauchsfertigen Lösung das Saccharose-Pulver zugesetzt und der Behälter geschüttelt. Die Dosierung liegt bei 5-6 ml pro Wabengasse, somit ergeben sich die folgenden Mengen für ein kleines Volk 30 ml, für ein mittleres Volk 40 ml und für ein starkes Volk maximal 50 ml. Der Milbenfall dauert ca. 3 Wochen.

Für Sparfüchse hänge ich noch das Rezept für kristalline Oxalsäure an: 200 Gramm Zucker in Wasser auflösen, 35 Gramm kristalline Oxalsäure hinzufügen und das Ganze mit Wasser auf einen Liter auffüllen. Ansonsten ist die Anwendung mengenmäßig gleich.

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