Einsteiger-Kurs

Genau das wird Sie im Kurs erwarten:

1. Tag                   

Warum Bienen halten

Dieses faszinierende Hobby zeigt die Natur vor der Haustür. Es dient direkt dem Umwelt- und Naturschutz.

Der selbst erzeugte Honig bereichert den Frühstückstisch. Er kann auch verkauft werden.

Bienenhalten ist nicht schwer

Mit der Einführung und vor allem in den Workshops lernen Sie den Umgang mit den Bienen. Auch der Zeitaufwand ist überschaubar.

Was bedeutet Bienen halten

Tatsächlich sind geplant nur etwa 30 Eingriffe am Volk pro Jahr notwendig.

Ganz einfach einsteigen . . .

. . . mit dem Erlernen der Theorie und der Teilnahme an den Workshops.

Welche Biene?

Im hiesigen Raum ist hauptsächlich die Carnica-Biene zu finden.

Körperliche Anforderungen!

Beim Imkern lassen sich Stiche nicht ausschließen; Schwellungen klingen nach kurzer Zeit ab.

Beim Abheben der Zargen ist einiger Kraftaufwand nötig. Die Aufstellung der Bienenkästen in 2-er Gruppen fördert ergonomisches Handling.

Welche Beute?

Den Bienen ist es egal. Üblich sind stapelbare Magazine.

Welcher Standort?

Die Bienenkästen stehen im Freien auf einem ruhigen Platz. Die direkten Nachbarn sollten informiert sein.

Kosten für die Grundausstattung

Eine Grundausstattung ist nicht ganz billig. Größere Geräte stellt sicher ein Imkerverein am Ort leihweise zur Verfügung.

 

2. Tag         

Ins Volk geschaut

Und dann wollen wir ja auch erkennen, was sich da gerade abspielt. Umfassende Grundkenntnisse über die Bienenbiologie ermöglichen geplantes imkerliches Handeln.

Die 3 Wesen im Bienenvolk

Es gibt immer nur 1 Königin, 5.000 bis 40.000 Arbeiterinnen (je nach Jahreszeit) und ein paar hundert Drohnen. Eine Königin kann bis zu 4 Jahre alt werden. Eine Arbeiterin lebt im Winter 2-6 Wochen und im Sommer 2-6 Monate. Ein Drohnenleben dauert nur 3 Monate.

Entwicklung einer Arbeitsbiene

Die Königin legt in jede Zelle 1 Ei. Daraus schlüpft nach 3 Tagen eine Larve, die nach weiteren 6 Tagen mit der Umwandlung zur Biene beginnt. Nach weiteren 12 Tagen beißt sich die junge Biene  durch den Zelldeckel.

Entwicklungszeiten der Bienenwesen

Wie alle Insekten durchlaufen auch die Bienen 3 Entwicklungsstadien: Für alle 3 Bienenwesen schlüpfen die Maden nach 3 Tagen aus dem Ei. Die Larven entwickeln sich für die Königin in 5, für die Biene in 6 und für den Drohn in 7 Tagen. Als fertiges Insekt schlüpfen die Königin nach 16, die Biene nach 21 und der Drohn erst nach 24 Tagen.

Wie wird eine Königin gemacht . . .?

Die (Weisel-)Zelle ist größer. Die Larve wird nur mit Gelèe Royale gefüttert.

Ausgelöst wird die Königinnen-Nachzucht durch den Schwarmtrieb, den Verlust oder eine Beschädigung derselben.

. . . und wie werden Männer gemacht?

Drohnen entstehen aus unbefruchteten Eiern in größeren Zellen.

Überwinterung in der Wintertraube

Die Bienen sammeln sich in einer Wintertraube. Je kälter es wird, desto enger ziehen sie sich zusammen. Dabei achten sie immer auf ausreichenden Futtervorrat in ihrer Traube.

Frühjahrsentwicklung 

Anfang des Jahres beginnt die Königin mit der Anlage eines kleinen Brutnestes. Um die ersten verdeckelten Brutzellen sind ringfömig noch nicht verdeckelte Brut und der erste eingetragene Blütenpollen angeordnet. Darüber auf der Wabe ist meist noch Winterfutter.

Völkerführung im Frühjahr

Bei mildem Wetter werden die Völker auf genügend Futter und vorhandene Brut überprüft. Zur Salweidenblüte wird der 2. Brutraum aufgesetzt.

Mit Beginn der Kirschblüte wird das Absperrgitter aufgelegt und der Honigraum aufgesetzt. Gleichzeitig werden aus den Bruträumen überschüssige Futterwaben entnommen und ein leeres Rähmchen als Baurahmen eingehängt.

 

  3. Tag

Was ist ein Schwarm?

Die Bienenvölker vermehren sich durch Teilen, dem sogenannten Schwärmen. Eine Hälfte verbleibt im Stock (Bienenkasten) und die andere Hälfte (Schwarm) mit der Königin zieht aus.

Wie fängt man einen Schwarm?

Nachdem sich die Bienen zu einer Traube gesetzt haben, wird das ganze Volk in einen Behälter geschüttelt. Dieser wird mit einem Absperrgitter abgedeckt und am dem Ort des Geschehens aufgestellt. Die noch herumfliegenden Bienen zieht es zur Königin in den Kasten.

Wie geht es im Bienenvolk weiter?

Im Restvolk schlüpft nach 8 Tagen die erste Junkkönigin, die in den nächsten 10 Tagen ihren Hochzeitsflug absolviert. Nach 40 Tagen schlüpfen dann die ersten Jung-Bienen.

Wie wird Schwärmen verhindert?

Das Schwärmen bedeutet einen Verlust an Bienen! Darum werden im Frühjahr alle Völker  auf Schwarmzellen kontrolliert. Dafür wird der obere Brutraum angekippt und die Rähmchen-Unterseiten werden nach Schwarmzellen abgesucht, die entfernt werden.

Was ist Honig?

Honig ist ein von Bienen erzeugtes naturbelassenes Lebensmittel! Der Wassergehalt darf 20% nicht übersteigen. Die Verarbeitung unterliegt hygenischen Richtlinien.

  Wie entsteht Honig?

Der Nektar oder der Honigtau werden von den Flug-Bienen gesammelt und von den Stock-Bienen eingedickt. Der fertige Honig wird dann im Honigraum eingelagert.

 

4. Tag                

Varroa – eine Bedrohung für die Imkerei

Die Varroa-Milbe ist ein eingeschleppter parasitärer Schädling. Er befällt hauptsächlich die Brut, sonst auch die Bienen.

Spätsommerpflege

Das Bienenjahr endet mit dem Ausschleudern der Honigwaben. Es folgen Maßnahmen gegen die Varroa-Milbe und das Einfüttern für den Winter.

Überwinterung

Während der Winterruhe sollten die  Völker nicht gestört werden. Hin und wieder sollte der Standort kontrolliert werden. Einzig die Varroa-Behandlung mit Oxal-Säure ist durchzuführen.

Literatur

Es gibt zahlreiche Bücher und Zeitschrifen zu kaufen. Auch aus dem Internet sind viele Informationen abrufbar.

Der Imkerverein ist eine Gemeinschaft, die . . .

die mit Rat & Tat zur Seite steht. Die Unterstützung erfolgt sowohl bei praktischen Arbeiten durch das Leihen von Geräten als auch durch die Teilnahme bei Fortbildung oder Honig-Vermarktung.

 

 

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