Presse

Pressemitteilung vom 19. Februar 2016 aus der Rheinischen Post
 

Eigener Honig schmeckt eben am besten

pressemitteilung-rheinische-post-einsteigerkurs-2016
Anschauungsunterricht: Kursleiter Karl Heinz Uhlig stellte auch Utensilien fürs Imkern vor.FOTO: Achim Blazy
Heiligenhaus. Beim Anfängerkursus für Bienenhaltung freute sich Imker und Kursusleiter Karl Heinz Uhlig über das riesige Interesse. Thema der ersten Stunde: Die Biologie der Bienen und der Imkereibedarf.

Von Anneke Schultz

„Mit so vielen Leuten habe ich gar nicht gerechnet, das ist echt super“, sagt Karl Heinz Uhlig. Der Seminarraum im Umweltbildungszentrum war dann auch komplett besetzt. Thema der ersten Stunde: Die Biologie der Bienen und der Imkereibedarf. Eigene Bienen zu halten bringt eine Menge Vorteile. Viele unserer Lebensmittel hängen von den Bienen ab, da sie die Bestäubung der Pflanzen gewährleisten. So kann jeder mit dem eigenen Bienenvolk etwas für den Umweltschutz tun. „Bienen zu halten, ist einfacher als viele denken. Außerdem erlebt man die Natur direkt vor der Haustür, und natürlich schmeckt der eigene Honig einfach am besten“, sagte Uhlig.

Einsteiger brauchen für den Anfang natürlich ein Bienenvolk, eine Bienenkiste und das entsprechende Grundwissen. Die Bienenkiste unterteilt sich in die Bruträume und den Honigraum. Im Brutraum lebt die Königin und legt Eier, im Honigraum entsteht der Honig. Diesen erhält der Imker dann durch das sogenannte Schleudern. „Das Schleudern macht den größten Aufwand, da Anfänger natürlich erstmal keine eigene Schleuder haben. Da muss man sich dann mit Imkern absprechen und dort schleudern. Alle anderen Dinge sind schnell erledigt“, erklärte Uhlig.

Neben der Honigernte gehört natürlich auch die Pflege des Bienenvolks zu den Aufgaben eines Imkers. Die Bienen müssen auf die Varroamilbe untersucht und bei einem Befall dementsprechend behandelt werden. Die Milbe ist eine der Hauptursachen für das Bienensterben im Herbst und Winter.

Eine weitere wichtige Aufgabe ist es, das Schwärmen der Bienen zu vermeiden. In einem starken Bienenvolk können neue Königinnen schlüpfen und mit einem Teil des Volks als neuer Schwarm ausschwärmen. Da Honigbienen aber auf den Imker angewiesen sind, würde der neue Schwarm sterben, wenn er nicht rechtzeitig eingefangen und in eine neue Bienenkiste gesetzt wird. Es ist oft einfacher, die Zellen, in denen sich die neuen Königinnen entwickeln, zu entfernen und so das Bienenvolk zusammenzuhalten.

Natürlich stellte sich im Kurs auch die Frage nach Stichen durch die Bienen. Dazu hat Imker Karl Heinz Uhlig eine klare Meinung: „Wir arbeiten nur mit sanftmütigen Bienen. Sie sind keine aggressiven Tiere, daher braucht keiner Angst vor ihnen zu haben.“ Natürlich sollte man die Bienen nicht reizen und so einen Stich provozieren.

Die Teilnehmer waren begeistert vom ersten Teil des Kurses und freuen sich auf die praktischen Kurstage. „Ich habe feste Pläne für mein eigenes Bienenvolk. Es ist ein interessantes und naturverbundenes Hobby, das finde ich einfach toll. Mein Arbeitskollege hat bereits eigene Bienen und hat mich darauf gebracht“, sagte Teilnehmer Roman Ritzenhoff. Die nächsten drei theoretischen Kurstage beschäftigen sich mit den Themen Völkerführung, Honig und Spätsommerpflege. Die praktischen Kurstage beginnen im März und finden im Waldmuseum statt. Über das ganze Jahr verteilt können die Teilnehmer alle Handgriffe eines Imkers mit einem richtigen Bienenvolk erleben. Sticht eine Biene zu, bleibt ihr gesamter Stachelapparat inklusive der Giftblase in der Haut des Menschen hängen. Daher sollte man versuchen, die Giftblase sofort abzukratzen und den Stachel zu entfernen. So gelangt nicht das gesamte Gift in den Körper, und es kommt nur zu kleinen Rötungen und Schwellungen. Nur die weiblichen Bienen können stechen. Da der Stachel hängen bleibt, sterben sie.

Quelle: RP

Pressemitteilung vom 13. Januar 2015 aus DERWESTEN 

In Heiligenhaus im Auftrag der Bienen

von Hannah Blazejewski

pressemitteilung-derwester-foto-wazKarl-Heinz Uhligs Bienen bevölkern den hübschen Garten hinter seinem Haus in Isenbügel. Foto: WAZ

Karl-Heinz Uhlig engagiert sich seit vielen Jahren für Immen und Imker. Verein vergrößert und verjüngt.

Heiligenhaus..  Was Karl-Heinz Uhlig in den Händen hält, sieht aus wie ein altertümlicher Strohkorb. Er dreht ihn hin und her, zeigt auf einen Schlitz am unteren Rand und wie man mit einem einfachen Korb im Handumdrehen Abertausende von Bienen fängt. Der Heiligenhauser engagiert sich seit mehr als vier Jahrzehnten im Imkerverein Heiligenhaus-Talburg, seit über 20 Jahren führt er die Hobbyimker sogar als ihr Vorsitzender an. Für Bienen und ihre Züchter macht er sich auch auf Kreisebene stark.

Eigentlich begann alles mit einem Zufall. Ein Zufall, der Karl-Heinz Uhlig zum Herr über inzwischen ein Dutzend Bienenvölker und seine Familie ein Stück größer machte. Denn die Bienen, die gehören für den 67-Jährigen zur Familie dazu. Mehr als vierzig Jahre ist es nun her, dass sich ein Schwarm der Insekten in einen Obstbaum in Uhligs Garten verirrte. Die zugeflogenen Bienen brachten den Ingenieur auf ein neues Hobby.

Damals hatte er noch keinen Bienenkorb zur Hand, also fing der Isenbügler die Tiere mit einer Kiste ein und widmete sich fortan der Bienenzucht. Ein anfangs schwieriges Unterfangen. Denn an Tipps und Tricks erfahrener Imker kam man als Frischling nicht so schnell. „Die alten Imker waren ein elitärer Kreis“, erinnert sich Karl-Heinz Uhlig. Als er 1972 dem auf wenige Mitglieder geschrumpften Imkerverein beitrat, war er mit Abstand das jüngste Mitglied. Das verstaubte Image, das die Bienenzüchter einst umgab, hat jedoch längst ausgedient. Der Alt-Herren-Treff ist einem Kreis von 50 austauschfreudigen Hobbyzüchtern gewichen. Und das ist nicht zuletzt ein Verdienst von Karl-Heinz Uhlig selbst.

Seit zwei Jahrzehnten leitet er den Imkerverein, dem zu seiner Freude auch immer mehr Frauen beitreten. „Das war zu meiner Anfangszeit im Verein undenkbar“, erinnert er sich. Die Imker haben etwas erreicht, was etliche andere Vereine sich wünschen: viel Nachwuchs und frischen Wind. Geschafft haben das Uhlig und seine Mitstreiter mit viel Engagement und Liebe zur Bienenzucht. Was sich Karl-Heinz Uhlig in seinen Anfangsjahren als Imker selbst so gewünscht hätte, ermöglicht er heute allen, die Schritt für Schritt in die Bienenzucht einsteigen möchten. Seit ein paar Jahren gibt der erfahrene Imker im Umweltbildungszentrum Kurse für die Neulinge aus der Region – im Februar startet der nächste. Dort lernen alle, die Honig zukünftig gerne selbst produzieren lassen möchten, wie’s geht. Als erfahrener Imker steht Uhlig den Frischlingen gerne mit Rat und Tat zur Seite. „Gerade im ersten Jahr ist das sehr wichtig.“

Er selbst ist Stück für Stück in Bienenzucht und Vereinsarbeit herein gewachsen. Den Sachverstand, den er in all der Zeit angesammelt hat, möchte er teilen. Seit Uhlig vor sieben Jahren in den Ruhestand ging, widmet er seiner ehrenamtlichen Tätigkeit noch mehr Zeit. Aber auch seinen Bienen. Denn die machen nicht nur Arbeit, sondern geben dem Imker auch viel Energie zurück: morgens, ganz süß und cremig gerührt auf einem gebutterten Toast.

Quelle: DERWESTEN – Funke Medien NRW

Pressemitteilung vom 1. März 2014 aus der Rheinischen Post

 Wo künftige Imker ihr Handwerk lernen

Heiligenhaus: Wo künftige Imker ihr Handwerk lernen

Der Heiligenhauser Imker Karl-Heinz Uhlig freut sich über das neu erwachte Interesse an seinem Lieblingsthema. Im aktuellen Kursus vermittelt er die Grundlagen des Imkerns. FOTO: Achim Blazy
Heiligenhaus. Im Umweltbildungszentrum läuft der vierte Imker-Kursus. 27 Teilnehmer möchten mehr über Bienenvölker wissen. Von Sandra Kreilmann

Die ersten Fachgespräche lassen bei dem Kurs für angehende Imker nicht lange auf sich warten. Spannende Fragen tun sich da gerne schon vor dem Unterricht, geleitet vom Heiligenhauser Imker Karl-Heinz Uhlig, auf. Die Varroamilbe wird da zum Beispiel zum Thema, der Schrecken eines Bienenstocks. Das ist schon Stoff für die fortgeschrittenen Imker.

Im jüngst gestarteten Imker-Kursus, der in dieser Woche zur zweiten Theorie-Doppelstunde lud, will der erste Vorsitzende des Heiligenhauser Bienenzucht-Vereins allerdings die Grundlagen für ein spannendes Hobby vermitteln, das nicht nur in Heiligenhaus, sondern auch bundesweit beliebter wird. Mit 27 Teilnehmern ist der nun schon vierte Kursus, der sich inklusive Theorie und Praxisanteilen über ein „Bienen-Jahr“ verteilt, im Umweltbildungszentrum erneut gut besucht.

Die neue Lust am Imkern freut Imker Uhlig, der bereits seit 40 Jahren „Bienen-Vater“ ist. „Wir sind alle sehr überrascht von dem großen Interesse.“ Noch vor zwei Jahren waren es etwa rund zehn Interessierte, die an dem Kursus teilnahmen. Im letzten Jahr waren es dann schon 25 Teilnehmer, denn das Einzugsgebiet für den Kursus wurde erweitert, so dass nun Bienen-Freunde aus Wülfrath, Essen und Velbert gemeinsam mit den Heiligenhausern zusammen lernen.

„Hinter dem großen Interesse steckt sicherlich der Gedanke an die Umwelt“, glaubt Uhlig, der erste Vorsitzende des Heiligenhauser Bienenzuchtvereins „Talburg“. „Als Imker ist man aktiv daran beteiligt, die Umwelt zu erhalten. Denn etwa 80 Prozent aller Nutzpflanzen werden von Bienen bestäubt. Bienen sind also direkt und indirekt an der Produktion menschlicher Ernährung beteiligt.“ So ist es nicht nur der Traum vom eigenen Honig (ein Bienenvolk produziert etwa 20 Kilogramm Honig) aus dem Garten, den viele dabei träumen, doch die Bienenzucht ist aufwendig. In der Theorie gilt es für den Imker-Nachwuchs dabei vor allem erst mal, die kleinen, emsigen Protagonisten des potenziellen neuen Hobbys von Grund auf kennenzulernen und das notwendige biologische Grundwissen zu verinnerlichen: Wer lebt überhaupt in einem Bienenstock? Und wie funktioniert das Zusammenleben?

Schnell werden im Imker-Unterricht die ersten spezifischen Fragen laut, die Uhlig gerne und geduldig beantwortet. Dass sich in einem Bienenstock alles um die Königin dreht, ist bekannt; dass die männlichen Bienen, die Drohnen, allerdings einen ziemlich schweren Job haben und die weiblichen Arbeitsbienen dafür schon kurz nach dem Schlüpfen ihre Aufgabe im Bienenstock zu erfüllen haben, das gehört zum elementaren Wissen für Imker. Sobald es abends warm genug ist, um die Bienen-Kästen zu öffnen, also voraussichtlich ab April, schließt sich an die Theorie dann die Imker-Praxis an. Sechs Praxistage bei den Bienen am Waldmuseum sollen den Bienenzucht-Nachwuchs dann für den Alltag wappnen. 40 Imker sind Mitglied im Bienenzucht-Verein Talburg, fast jeder hat hier einen Bienenstock. Wie viele Mitglieder aus der Bienenwelt also dabei sind, bleibt ungezählt. Eine süße Medizin kann Honig übrigens auch sein, erklärt Uhlig: „Pollenallergiker, die Honig aus der Region essen, in der sie leben, können unter Umständen ihre Heuschnupfen-Symptome abmildern.“

Wenn es blüht, ist nicht nur das Gärtnerherz froh, sondern auch die Bienen haben gut zu tun. Ziergärten, die noch bis in den Herbst blühen, sind auch für die Bienen ein guter Nektar- und Pollenspender. In der Vergangenheit machte nicht zuletzt die im Artikel erwähnte Varroamilbe den Bienenpopulationen zu schaffen.

„Gegen diesen Parasiten hatten wir Imker lange Zeit keine gute Handhabe“, erklärt Karl-Heinz Uhlig. „Nun gibt es aber gute Möglichkeiten den Schädling zu bekämpfen, mit einem Verdunster zum Beispiel.“

Quelle: RP

Pressemitteilung vom 7. März 2015 aus IKZ-online.de 

Heiligenhauser Imker beklagen bis zu 70 Prozent Verluste

von Fabian May

waz-serie-essen-ist-leben

Foto: WAZ FotoPool

Imker haben herbe Verluste zu beklagen. sie rechnen mit nur einem Viertel der üblichen Ernte.

Ein milder Winter – im Grunde freut das die belebte Natur. Doch es ist gut möglich, dass uns der vergehende Winter ein Jahr mit weniger Obst und weniger Honig beschert. Der Grund: Laut dem Deutschen Imkerbund sind über den Winter ein Drittel aller Bienenvölker in Deutschland (225 000) gestorben.

Auch Heiligenhaus ist stark betroffen. „Was wir an Verlustmeldungen zusammengetragen haben, ist ganz erheblich“, sagt Karl-Heinz Uhlig für seinen 50 Mitglieder zählenden Bienenzuchtverein Heiligenhaus-Talburg. „Bei Einzelnen ist das ganz tragisch, wenn zum Beispiel zwei von zwei Völkern weg sind.“ Uhlig selbst sind sechs von zwölf eingegangen.

Massiv waren die Verluste auch bei der „Imker-Kolchose“ am Wasserwerk, wo der „Paradies-Honig“ entsteht. Von zehn Stöcken sind nach dem Winter nur noch drei übrig, berichtet Thomas Rickal.

Verantwortlich für das Sterben der Bienen ist paradoxerweise ihre durch den milden Winter besonders lange Brutzeit im Jahr 2014. Und die Varroa-Milben. Die Milben nisten sich in den Brutplätzen der Bienen ein und saugen diese dort aus. Und je länger die Brutzeit währt, desto mehr Milben-Generationen wachsen übers Jahr heran.

Als die Imker im Juli Ameisensäure gegen die Schädlinge anwandten, fanden sie wenige tote Milben im Auffangbehälter. Uhlig: „Wir glaubten, es gäbe nicht so viele. Das war eine böse Täuschung.“

 Zugleich fanden die Milben die Bienen besonders geschwächt vor – weil sie trotz Nahrungsmangels bis spät ins Jahr noch ausflogen. Ein Instinktverhalten, erklärt Hannes Johannsen vom Umweltbildungszentrum. „Über einer gewissen Temperatur bilden sie keine Wintertraube“, das heißt: Sie kuscheln sich nicht eng zusammen, die Königin schränkt ihre Brut-Aktivität nicht ein.

Tun kann man da erst mal nichts, sagt Imker Uhlig. „Wenn es unter 16 Grad Celsius ist, droht beim Öffnen des Kastens die Brut zu verkühlen. Ab 16 Grad kann man wieder mit Ameisensäure behandeln.“

Rickals Imkergemeinschaft hat „zwei Völker hinzugekauft.“ Von ihren insgesamt fünf Stöcken werden sie drei zur Fortsetzung der Honigproduktion nutzen, zwei werden sie teilen und zum Nachzüchten einsetzen, schätzt Rickal.

Das ist nämlich das Geniale an Bienen: Wenn die verbliebenen Bienen merken, dass sie keine Königin mehr haben, füttern sie die Brut mit dem sogenannten Gelee royale, sodass eine neue Königin heranwächst.

Quelle: IKZ-online.de

Advertisements